Praxistipps

Food Fotografie: Nötiges Zubehör & 6 Profi-Tipps

Food Fotografie ist mittlerweile eines der beliebtesten Genres überhaupt. Einfach ist dieses aber nicht. Daher nennen wir dir das nötige Zubehör und verraten dir sechs Profi-Tipps, mit denen du dein Essen ansprechend mit der Welt teilen kannst. Denn wir alle haben genug von verwackelten und unscharfen Essenbildern in unserem Instagram Feed und auch überall sonst.

Hast du schon mal versucht, einen Burger in Szene zu setzen? Du wirst es kaum glauben, aber einfach ist was anderes. Starten wir am besten gleich mit der Ausrüstung. So weißt du schon mal, welche Basics du brauchst. Und das ist vor allem eine Sache…

Food Fotografie: Ein Stativ ist (meist) ein Muss

Nämlich ein Stativ. Aber ein „gutes“. Wobei gut relativ ist. In der Food Fotografie sollte das Stativ aber einige „Extras“ bieten. Achte beim Kauf daher auf diese fünf Punkte:

1. Flexibilität
Der wichtigste Punkt überhaupt ist die Flexibilität. Ein Kugelkopf erleichtert dir das Ausrichten ungemein. Eine Schnellwechselplatte wiederum die Montage bzw. Demontage der Kamera. Ab und an wirst du wohl deine Kamera in die Hand nehmen wollen. Musst du da jedes Mal eine Schraube drehen, ist das schnell nervig. Die Stativbeine sollten zudem Schnellverschlüsse haben. So kannst du jederzeit und schnell die Höhe ändern.

2. Mittelsäule
Ganz toll in der Food Fotografie ist außerdem ein Stativ mit einer horizontalen Mittelsäule. So kannst du ganz bequem Flatlays fotografieren. Also eine „Von-oben-Aufnahme“ machen, womit der Betrachter auf das Essen draufschaut. Alternativ geht auch ein Auslegearm.

3. Stabilität
Selbstredend muss das Stativ stabil sein. Kamera plus Objektiv wiegen einiges. Entsprechend darf die Montage nicht nach zehn Sekunden zusammenbrechen. Zumal jeder Verwackler zu Lasten der Schärfe geht.

4. Komplettkit
Im Fazit ist es jedenfalls besser, ein komplettes Kit zu haben. So brauchst du keine Extras kaufen und hast alles „all in one“.

5. Kosten
Zumal du so die Kosten klein hältst. Apropos: Fotografierst du nur zum Hobby oder für deinen Food Blog, muss es nicht das teuerste Stativ sein. Eventuell ist daher gebrauchte Technik eine Überlegung wert. Unser Reisestativ aus Alu samt Kugelkopf taugt übrigens ebenfalls für die Food Fotografie.

Ausrüstung: Was brauche ich sonst noch?

Logo, für die Food Fotografie brauchst du unbedingt eine Kamera. Doch ist deshalb eine DSLR Pflicht? Nein. Eine gute Kompaktkamera reicht. Selbst ein simples Smartphone ist durchaus eine Lösung. Mit einer „richtigen“ Kamera bist du allerdings besser beraten. Vor allem natürlich, wenn dir diese das manuelle Einstellen von Blende, Belichtungszeit und ISO erlaubt.

Als Objekt ist wiederum ein Normal- bzw. noch besser Weitwinkel ein guter Rat. So hast du „Platz“ auf deinem Bild und kannst zudem ein bisschen Deko einbauen. Ansonsten ist ein Funkauslöser eine tolle Sache. Speziell für Flatlays, für welche du dich sonst eventuell ganz schön strecken und verbiegen musst. Zumal hier einmal mehr – Stichwort Verwackler – der Punkt Schärfe ein Thema ist.

Ebenfalls clever: Tethering. „To tether“ heißt anbinden und zwar an deinen PC oder Laptop. So siehst du das Foto direkt auf dem Bildschirm und kannst entsprechend korrigieren. Zwar brauchst du für Tethering wieder eine spezielle Software. Diese müsste aber dein Kamerahersteller mitliefern.

Unsere 6 Profi-Tipps für die Food Fotografie

Zum Schluss verraten wir dir außerdem wie versprochen noch unsere Profi-Tipps.

1. Licht
Tageslicht ist in der Regel optimal und erspart dir Arbeit sowie Kosten. Bau’ dein Arrangement also am besten an einem großen Fenster auf. Oder gleich draußen. Aber bitte nicht im Hochsommer zur Mittagszeit. Ansonsten lohnt die Anschaffung eines großen Reflektors Anzeige. Ein, zwei dimmbare LED-Fotolichter oder Softboxen Anzeige sind ebenfalls eine gute Idee.

2. Hintergrund
Achte auf den Hintergrund. Das leckerste Essen und die schönste Komposition wirken nicht, wenn im Hintergrund die Tapete vergilbt oder der Putz bröckelt. Schau’ mal in unseren Shop, hier findest du einige schicke Hintergründe. Diese kannst du außerdem top als Untergrund nutzen. Ein schöner Eichentisch ist ebenfalls eine Option. Sowie Servietten, Schieferplatten, Holzbretter, Tischtücher und und und. Lass’ einfach deiner Fantasie freien Lauf, Fotografie lebt von Kreativität.

3. Komposition
Wichtig ist obendrein, dass Food und Hinter- bzw. Untergrund farblich passen. Oder vielmehr nicht passen. Sorge also für Kontrast. Ein Schokomuffin auf dunklen Grund? Das kommt nicht gut. Denke außerdem an die Drittelregel. Somit an die richtige Komposition.

4. Accessoires
Zur Komposition gehören übrigens auch Accessoires. Also ein paar passende Kleinigkeiten, die dem Bild mehr Leben verleihen. In der Food Fotografie eignen sich zum Beispiel Zutaten gut. Kaffeebohnen, Schokolade, Beeren, Obst, Gewürze, Besteck, Kochlöffel, Geschirr. Aber übertreibe nicht. Zu viele Accessoires lenken vom eigentlichen Motiv – dem Essen – ab.

5. Hände
Bring deine Hände ins Spiel, sei dein eigenes Handmodel. So hauchst du deinen Bildern ebenfalls mehr Leben ein. Apropos: Hier erweist sich ein Stativ einmal mehr als toller Helfer. Weil du dank diesem überhaupt erst die Hände frei hast.

6. RAW
Zugegeben: Wir weisen ständig darauf hin, im RAW-Format zu fotografieren. Doch Bildbearbeitung gehört zum Fotografieren nun mal dazu. RAW bietet dir einfach die meisten Informationen und somit optimale Ergebnisse und bessere Bilder.

Kleiner Extra-Tipp für Anfänger: Mach’ den Start in die Food Fotografie mit kalten Speisen. Ansonsten ärgerst du dich ganz schnell mit heißem Dampf und beschlagenden Linsen herum.

Und was ist mit den Kameraeinstellungen?

Bei den Kameraeinstellungen kannst du dich dagegen regelrecht austoben. Das gilt vor allem in punkto Blende. Du weißt ja, mit einer großen Blende verringerst du die Tiefenschärfe, machst also den Hintergrund unscharf. Ob du das tatsächlich so möchtest, bleibt jedoch dir überlassen. Wie gesagt: Tob’ dich aus.

Und jetzt: Viel Spaß in der Food Fotografie und vergiss dich, deine Ergebnisse auf Instagram mit uns zu teilen. Verlinke einfach unseren Account @lensaidphoto und nutze den Hashtag #lensaidphoto für deine Bilder.

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