Fotospots weltweit

Fotogenes Leipzig: 10 Fotospots in der Sachsen-Metropole

Leipzig hat auf den ersten Blick nicht so viele SehenswĂŒrdigkeiten zu bieten wie vielleicht Dresden. Aber auf den zweiten gibt es in der erfrischenden Sachsen-Metropole richtig viel zu entdecken und natĂŒrlich tolle Fotospots. Wir nennen euch einige Highlights, die ihr euch bei eurem nĂ€chsten Leipzig-Besuch mit oder ohne Kamera nĂ€her anschauen solltet!

In einer lauen Sommernacht zogen wir, das Lens-Aid-Team, durch die City. Mit Kamera und Stativ bewaffnet ging es zunÀchst zu den offensichtlichsten Fotospots in der Leipziger Innenstadt, die dicht beieinander liegen.

Gewandhaus zu Leipzig

Das im Jahr 1982 eingeweihte Gewandhaus ist eines der Wahrzeichen Leipzigs. Das Konzerthaus, das von der Stadt betrieben wird, steht mitten am Augustusplatz, wo es nicht zu ĂŒbersehen ist.

Wir hatten bei unserer Fototour durch Leipzig das “GlĂŒck”, dass es den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein geregnet hatte. Daher hat die Feuchtigkeit auf den Steinplatten zur blauen Stunde eine schöne Spiegelung hervorgerufen.

Das Gewandhaus Leipzig bei Nacht | F/10, ISO-160, 8 Sekunden Belichtungszeit

Sobald es aufgehört hat mit regnen, haben wir direkt die Kamera aufs Stativ geschraubt und uns an Langzeitbelichtungen ausgetobt. Besonders imposant ist auch der Mendebrunnen vor dem Gewandhaus!

Genaue Adresse:
Augustusplatz 8, 04109 Leipzig

Oper Leipzig

Gewandhaus und Opernhaus sind praktisch nur durch eine Bahnhaltestelle getrennt und damit buchstĂ€blich einen Steinwurf voneinander entfernt. Der FontĂ€nen-Brunnen vor der Oper ist ein Garant fĂŒr eine geniale Spiegelung. Das wĂ€re nur zu toppen gewesen, wenn wir tatsĂ€chlich eine der etwa 20 Meter hohen FontĂ€nen gesehen hĂ€tten.

Eigentlich hatten wir ĂŒberlegt, uns auf den Stein in der Mitte zu stellen, aber aufs Waten durchs Wasser haben wir letztlich verzichtet. Hat sich trotzdem gelohnt, oder?

Das Opernhaus Leipzig | F/8, ISO-160, 3,2s Belichtungszeit

Eine Besteigung der Rotunde im Dach des Opernhauses ist fĂŒr Ottonormal-Fotografen leider nicht möglich. DafĂŒr kannst du an einer (kostenpflichtigen) FĂŒhrung teilnehmen, denn auch das Treppenhaus ist ein echter Hingucker.

Tipp: Zwischendrin immer mal umschauen, ob eine Straßenbahn im Anmarsch ist. Mittels Langzeitbelichtung lassen sich dann geile Lichtspuren zaubern.

Genaue Adresse:
Augustusplatz 12, 04109 Leipzig

City-Hochhaus Leipzig

Mit 34 Etagen und einer Gesamthöhe von 155,4 Metern (mit Antenne) ist das City-Hochhaus das höchste GebÀude der Stadt und steht ebenfalls am Augustusplatz. Zwischen 1968-1972 war es sogar das höchste GebÀude Deutschlands. Heute findet es sich immerhin noch auf Platz 27 wieder (die offizielle Seite spricht von Platz 24). Deutschlandweiter Spitzenreiter ist der Commerzbank Tower in Frankfurt am Main mit 259 Metern.

Das City-Hochhaus Leipzig ist eigentlich kaum zu verfehlen, da es aus vielen Ecken der Stadt zu erspĂ€hen ist. Seine Fassade besteht aus chinesischem Granit und Glas. Der markante “mdr”-Schriftzug tut sein Übriges. Durch seine eigentĂŒmliche Form wird das GebĂ€ude umgangssprachlich von den Leipzigern auch scherzhaft “Weisheitszahn” genannt.

Langzeitbelichtung mit Blick auf das City-Hochhaus – davor zischt eine Straßenbahn durchs Bild | F/10, ISO-160, 2s Belichtungszeit

In etwa 120 Metern Höhe, in der 31. Etage, befindet sich eine Aussichtsplattform mit einem 180°-Panoramablick ĂŒber die Stadt. Allerdings wĂŒrden wir dir den Eintritt von 4€ pro Person nur empfehlen, wenn du ein Fan davon bist, StĂ€dte von oben zu betrachten. Irgendwie sehen ja dann doch viele gleich aus – Leipzig ist eben kein New York.

Aus der Froschperspektive ist das City-Hochhaus hingegen ein interessantes Fotomotiv und sichert sich damit zu Recht seinen Platz auf unserer Liste der Leipziger Fotospots.

Genaue Adresse:
Augustusplatz 9, 04109 Leipzig

City-Tunnel Leipzig

Anschließend ging es fĂŒr uns weiter in den City-Tunnel. Dabei handelt sich um eine etwa 5 km lange S-Bahn-Strecke mit vier unterirdischen und zwei oberirdischen Stationen.

Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz | F/10, ISO-160, 3,2s Belichtungszeit

Insbersondere die Stationen Bayerischer Bahnhof und Wilhelm-Leuschner-Platz eignen sich als Fotomotive. Um ca. Mitternacht war auch kaum jemand mehr auf den Beinen, somit konnten wir ungestört fotografieren.

Verlauf:
Unterhalb der Leipziger Innenstadt. Haltestellen Leipzig Nord, Leipzig Hbf (tief), Leipzig Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz, Bayerischer Bahnhof, Leipzig MDR.

Deutsche Nationalbibliothek

Das verglaste GebĂ€ude der Deutschen Nationalbibliothek haben wir eher zufĂ€llig beim Vorbeifahren entdeckt. Es ist jetzt nicht besonders spektakulĂ€r, doch aus dem richtigen Blickwinkel lassen sich interessante Bilder schießen.

Der futuristische GebÀudekomplex der Deutschen Nationalbibliothek | F/9, ISO-160, 1/500s

Wir können uns gut vorstellen, dass dieser Fotospot auch in der Nacht seinen Reiz hat!

Genaue Adresse:
Deutscher Pl. 1, 04103 Leipzig

Völkerschlachtdenkmal

91 Meter hoch, 126 Meter breit und Anziehungsmagnet von jĂ€hrlich um die 300.000 Besuchern – das Völkerschlachtdenkmal darf natĂŒrlich auf unserer Liste einiger der besten Fotolocations in Leipzig nicht fehlen.

Das Monument ist die vielleicht bekannteste SehenswĂŒrdigkeit in Leipzig. Davor befindet sich ein großes Wasserbecken, in dem sich das Völkerschlachtdenkmal spiegelt. Wenn kein Wind geht und die WasseroberflĂ€che glatt ist, solltest du besser deine Kamera und ein Stativ griffbereit haben.

Völkerschlachtdenkmal mit Spiegelung | F/10, ISO-160, 1/100s

Angeblich ist es bei klarer Sicht sogar vom ĂŒber 100 Kilometer entfernten Fichtelberg zu sehen. Das mĂŒssen wir bei Gelegenheit wohl mal ĂŒberprĂŒfen. 😉

Du kannst ĂŒbrigens auch auf das Denkmal drauf. Ein paar Treppenstufen hochlaufen und schon hast du einen weiteren Blick ĂŒber Leipzig. Oder aber du besichtigst die Krypta im Inneren.

Genaue Adresse:
Str. des 18. Oktober 100, 04299 Leipzig

Buntgarnwerke (SĂ€chsische Wollgarnfabrik)

Zu den Fotospots, die wir uns im Vorfeld rausgesucht haben, zÀhlt auch dieser Blick auf die Buntgarnwerke.

Die 1887 und 1895 erbauten Buntgarnwerke (oder auch SĂ€chsische Wollgarnfabrik) findest du im Leipziger Stadtteil Plagwitz. Jahrzehntelang wurde in der Spinnerrei Wollgarn produziert, bevor die Produktion zur Wendezeit 1990 eingestellt wurde.

Geblieben ist der GebĂ€udekomplex mit seiner charakteristischen Backstein-Architektur. Heute wird im grĂ¶ĂŸten Industriedenkmal Deutschlands nicht mehr im traditionellen Sinne “gesponnen”. Stattdessen befinden sich auf beiden Seiten der Weißen Elster mehrere hundert Wohneinheiten (“Elster Lofts”), die ĂŒber GebĂ€udebrĂŒcken miteinander verbunden sind.

Die RĂ€umlichkeiten der ehemaligen Buntgarnwerke sind heute grĂ¶ĂŸtenteils in Lofts umgewandelt worden | F/7.1, ISO-160, 1/250s

Um diesen Blick zu erhaschen, musst du dich auf die EltsterbrĂŒcke (Industriestraße) stellen. Auf Bildern machen sich auch die vielen AusflĂŒgler gut, die zuhauf mit ihren Paddelbooten ĂŒber den Fluss schippern.

Genaue Adresse:
Nonnenstraße 21/21a, 04229 Leipzig

Johannapark mit Blick auf die BrĂŒcke

Zusammen mit dem Clara-Zetkin-Park einer der grĂ¶ĂŸten Parks (beide gehen ineinander ĂŒber) der Stadt und gleichzeitig ein beliebter Anlaufpunkt fĂŒr Fotografen. Der Johannapark befindet sich im Zentrum von Leipzig und ist auch fußlĂ€ufig gut zu erreichen. Vom Hauptbahnhof aus sind es zum Beispiel nur 2,1 Kilometer bis zum Park.

In der Mitte befindet sich ein See mit zwei BrĂŒcken, die das “Festland” mit einer kleinen Insel verbinden.

Blick auf eine der BrĂŒcken im Johannapark und das Neue Rathaus | F/2,5, ISO-160, 1/1250s

Den besten Blick habt ihr aber vom Ufer des Sees. Hinter einer der BrĂŒcken sind das City-Hochhaus und das Neue Rathaus zu erkennen. Um freie Sicht zu haben, musst du dich etwas durchs GrĂŒn “kĂ€mpfen” und den ein oder anderen Ast beiseite schieben. Bist du ganz wagemutig, dann kannst du dein Stativ auch direkt ins Wasser stellen. FĂŒr etwaige SchĂ€den bist natĂŒrlich du selbst verantwortlich. 😉

Botanischer Garten der UniversitÀt Leipzig

Der Botanische Garten von Leipzig wurde bereits im 16. Jahrhundert gegrĂŒndet, was ihn zum Ă€ltesten Botanischen Garten Deutschlands macht. Auf ca. 3,5 Hektar FlĂ€che finden sich rund 10.000 Pflanzenarten. Ein Muss fĂŒr alle Natur- und Makrofotografen!

Eines der GewÀchshÀuser im Botanischen Garten | F/5, ISO-200, 1/125s

Keinen Eintritt bezahlen brauchst du, wenn du dir nur die Außenanlagen anschaust. FĂŒr die GewĂ€chshĂ€user sowie die Schmetterlingsschau brauchst du Karten. Die aktuellen Preise und Öffnungszeiten kannst du auf der offiziellen Webseite nachlesen.

Genaue Adresse:
LinnĂ©straße 1, 04103 Leipzig

Die Straßen der Stadt

Total random, aber trotzdem ein Tipp fĂŒr uns wert. Schnappt euch die Kamera und streift einfach mal durch die Straßen Leipzigs. Es gibt einige schöne Gegenden und auch beeindruckende Bauten, die wir im Vorbeifahren entdeckt haben. Beispielsweise das Stadtarchiv Leipzig (Str. des 18. Oktober 42) mit goldener Spitze, auf der noch der Sowjetstern prangt.

Ebenfalls empfehlenswert ist der Fockeberg, von dem du eine tolle Aussicht auf das City-Hochhaus samt Umgebung hast. Insbesondere ab der Blauen Stunde ein Ausflug wert, wenn alles schön beleuchtet ist.

Street Photography in Leipzig | F/10, ISO-160, 4s Belichtung

Möchtest du möglichst viel sehen und dabei noch flexibel sein, empfehlen wir dir den Dienst von Durstexpress/nextbike. Das Anmieten und Abstellen der FahrrĂ€der wird bequem ĂŒber eine Handyapp erledigt. Und meistens hatten wir weitere RĂ€der in der unmittelbaren Umgebung. Den Preis mit 1 € pro 30 Min. haben wir als recht gĂŒnstig empfunden. GanztĂ€gig bist du mit 9 € dabei.

Zum Vergleich: Ein 24h-Ticket fĂŒr die Leipziger Verkehrsbetriebe kostet 7,60 €, aber dann bist du ans Streckennetz und die Abfahrtszeiten gebunden.

Wir hoffen, dass euch unser Beitrag zu einigen der besten Fotospots in Leipzig gefallen hat. Es folgen noch einige Bilder, die hinter den Kulissen unseres Fotoausflugs entstanden sind…

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