Praxistipps

Street Photography: So machst du belebte Plätze menschenleer

Diese Situation hast du sicher schon erlebt. Du kommst im Urlaub an einen Platz, willst ein Foto machen – und es wimmelt von Menschen. Ein gutes Foto kann dir trotzdem gelingen. Wie? Wenn du unsere vier Tipps berücksichtigst.

Als Anfänger staunst du sicher, wie die großen „Profis“ extrem belebte Plätze ohne eine Menschenseele ablichten. Nicht ein Touri vor dem Brandenburger Tor in Berlin oder auf der Tower Bridge in London oder der Karlsbrücke in Prag. Wie bitte geht das denn? Kaum zu glauben, aber so schwer ist das gar nicht.

4 Tipps: Morgenstunde & Photoshop

Vier Tipps können schon einiges bewirken. Und zwar…

1. Morgenstund’
Kennst du den Spruch „Morgenstund’ hat Gold im Mund“? In der Fotografie gilt dieser quasi doppelt. Zum einen wegen des herrlich warmen Lichts während der goldenen Stunde. Zum anderen, weil beliebte und daher meist sehr belebte Plätze – leer sind. Oder bist du als Touri schon um sechs Uhr morgens auf Sightseeing Tour? Eben. Steh’ also früh auf und die Chancen sind gut, dass du den Ort für dich allein hast. Das Foto ohne Menschen ist dann schnell im Kasten und das sogar mit dem tollen Licht der frühen Morgenstunde.

2. Langzeitbelichtung
Leider ist nicht jeder von uns ein Frühaufsteher. Schon gar nicht im wohlverdienten Urlaub. In diesem Fall kann dir die Technik helfen. Konkret eine Langzeitbelichtung. Dank dieser verschwindet auf dem Bild alles (oder zumindest vieles), was sich bewegt. Also vor allem Menschen. Kleines Problem: Auf extrem belebten Plätzen bleibt trotzdem eine Art „Menschennebel“ zurück. Davon abgesehen werden Flaggen, Pflanzen und Bäume – Stichwort Wind – unscharf. Außerdem brauchst du für eine Langzeitbelichtung ein paar Hilfsmittel. Und zwar ein Stativ und einen Graufilter.

3. Photoshop
Du stehst weder gern früh auf noch willst du ein Stativ mit dir herumschleppen? Dann ist Photoshop eine Lösung. Indem du per Bildbearbeitung mehrere Aufnahmen zu einem Bild vereinst. Da sich Menschen bewegen und somit kein Foto dem anderen gleicht, verschwinden diese auf dem „Endbild“.

Wichtig: Da du mehrere Bilder zu einem vereinst, ist wieder ein Stativ oder zumindest eine feste Ablage Pflicht. Die Bilder müssen alle den gleichen Bildausschnitt zeigen.

4. Integration
Als letzter Tipp kannst du die Flucht nach vorn probieren. Statt die Menschen aus dem Bild zu „löschen“, integriere diese doch einfach. Das verspricht deinem Bild sogar eine gewisse Dynamik. Du kannst dich sogar künstlerisch austoben und bewusst eine Bewegungsunschärfe in dein Bild einbauen. Also (etwas) länger belichten, bis die Menschen durch ihre Bewegung schleierhaft verschwimmen. Je nach Licht kann ein solches Foto durchaus wirken. Probier’ es aus.

Fazit: Plätze menschenleer „zaubern“

Du hast also durchaus Möglichkeiten, einen Platz menschenleer zu „zaubern“. Wobei die beste Option wohl die erste ist. Es heißt ja nicht umsonst: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Mehr noch: Dank der Morgenstunde kannst du einem warmen, weichen Licht gewiss sein, das deinem Bild die richtige Stimmung verpasst. Früh aufstehen kann daher lohnen. Selbst oder sogar gerade im Urlaub…

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